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Jan 11

900 Millionen Euro für Asylbewerber in Berlin: Darum sind die Kosten so hoch

Flüchtlinge, die im September 2015 vor dem LaGeSo in Berlin auf ihre Registrierung warten.

Berlin – In Berlin dafür sorgen zu können, dass Flüchtlinge untergebracht und integriert werden können kostet, den Staat im Jahr fast eine Milliarde Euro. Wie die Berliner Morgenpost berichtet, hat die Senatsverwaltung für das Jahr 2018 die Ausgaben berechnet und geht von 920 Millionen Euro aus.

Im darauf folgenden Jahr sollen es 900 Millionen Euro sein, was ungefähr drei Prozent des Landeshaushaltes entspricht. Im Vergleich dazu gibt Berlin in diesen Jahr für Hochschulen 1,2 Milliarden Euro aus und der Kultursenator hat 725 Millionen Euro zur Verfügung.

Vor allem 45.000 Flüchtlingen soll die Summe zugute kommen. Von ihnen ist der Großteil in den Jahren 2015 und 2016 nach Deutschland gekommen, die es dann nach Berlin verschlagen hat.

Die Unterbringung von Flüchtlingen ist besonders teuer

Im ehemaligen Flughafen Tempelhof wurden viele Flüchtlingsfamilien einquartiert.
Im ehemaligen Flughafen Tempelhof wurden viele Flüchtlingsfamilien einquartiert.

So geht man beim Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten von 37.000 Flüchtlingen aus, die zu sogenannten „statusgewechselten“ gehören. Für sie ist das Jobcenter und der jeweilige Bezirk zuständig, da sie bereits das Asylverfahren hinter sich haben.

Das meiste Geld fließt in die Unterbringung der Flüchtlinge. So werden in Hotels oder Wohnungen mehr als 10.000 Menschen untergebracht. Wegen der hohen Tagessätze von 20 bis 25 Euro ist das besonders teuer.

Für kulturelle Projekte, Coaching und Berufsbildung, um eine Integration gewährleisten zu können, fallen im Jahr 60 Millionen Euro an. Da anerkannten Flüchtlingen der normale Hartz-IV-Satz zusteht, sollen in diesem Jahr 25,6 Millionen Euro dafür ausgegeben werden.

Ziel ist es jedoch die Ungleichheit der Verteilung der Flüchtlinge in den Griff zu bekommen. Denn bisher ist die Anzahl der untergebrachten Flüchtlinge in den Bezirken extrem unterschiedlich.

Juliane Witt, Sozialstadträtin von Marzahn Hellersdorf befürwortet dies: „Dadurch geht viel Geld für die Integration fehl und die Beratung oft auch.“

 

Quelle: Tag24

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