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Nov 13

Armutsmigranten zeigen lautes Wohnverhalten, ethnische und religiöse Konflikte

Laut einer Studie gibt es immer mehr Gewalt in Wohnquartieren.
Foto: Winfried Rothermel / imago/Winfried Rothermel

Berlin.  In Wohnquartieren kommt es immer häufiger zu Konflikten und Gewalt. Oft richtet sich diese gegen Mitarbeiter von Wohnungsunternehmen.

Die Hausordnung wird nicht eingehalten, Mieter beschimpfen sich gegenseitig oder gehen sich sogar körperlich an: In deutschen Wohnquartieren nimmt die Gewalt zu. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Forschungsinstituts Minor im Auftrag des Spitzenverbands der Wohnungswirtschaft GdW.

Für die Studie, die unserer Redaktion vorliegt, wurden Wohnungsunternehmen mit einem Bestand von mindestens 500 Wohnungen befragt. Es zeigt sich: In 234 Quartieren mit 885.183 Wohnungen meldete lediglich ein Wohnungsunternehmen keine Verstöße gegen die Hausordnung und auch keine verbalen Auseinandersetzungen.

Bei allen anderen Vermietern stehen Streit und das Missachten von Pflichten auf der Tagesordnung. 93,2 Prozent der Wohnungsunternehmen berichten von Sachbeschädigungen, in jedem vierten Quartier käme es häufig zu Demolierungen. Als Quartier versteht das Forschungsinstitut Minor in seiner Studie den Wohnraum, der von Bewohnern als abgrenzbares Gebiet aufgefasst wird und auf den Wohnungsunternehmen Einfluss haben.

Gewalt im Quartier: Auch Körperverletzung kommt vor

Doch selbst vor Körperverletzung machen viele Mieter offenbar nicht Halt. Nur 39,3 Prozent der befragten Wohnungsunternehmen gaben an, dass es in ihren Quartieren nie zu Körperverletzung komme. 58,1 Prozent berichten dagegen von seltenen Fällen der Körperverletzung, in 2,6 Prozent der Fälle seien Quartiere häufig ein Ort, an dem Körperverletzungen geschehen.

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