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Dez 12

Berlin: Elf Jahre Gefängnis für tödliche afghanische Messer-Attacke

Ein 40-jähriger Mann ist in Neukölln bei einem Streit niedergestochen worden und auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben

Nach einem tödlichen Messerangriff auf einen 40 Jahre alten Mann in Berlin-Neukölln vor knapp elf Monaten ist ein Angeklagter zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Der 38-Jährige habe sich des Totschlags schuldig gemacht, begründete das Landgericht am Donnerstag. Er habe den Geschädigten, den er seit vielen Jahren kannte, auf einem Gehweg mit der Faust geschlagen und dann vier Mal auf Can Ö. eingestochen. Ein mitangeklagter Bruder des 38-Jährigen erhielt wegen gefährlicher Körperverletzung ein Jahr Gefängnis. Er habe in Richtung des Geschädigten getreten, so das Gericht.

Die Anklage war zunächst davon ausgegangen, dass sich der 38-Jährige dafür habe rächen wollen, dass der Geschädigte vor etwa zehn Jahren eine von ihnen nicht gebilligte Liebesbeziehung zu ihrer Schwester begonnen hatte.

Hinweise auf ein solches Motiv seien allerdings nicht festgestellt worden, sagte der Richter. „Warum es zu der Tat kam, ist offen geblieben.“ Die beiden deutschen Angeklagten mit afghanischen Wurzeln hatten vor Gericht geschwiegen. Bei der Polizei habe der 38-Jährige erklärt, er sei attackiert worden und habe sich gewehrt.

Es war 23.20 Uhr, als es am 30. Januar 2019 zu den Messerstichen kam. Der Geschädigte sei durch zwei wuchtige Stiche in den Oberkörper getroffen worden, hieß es weiter im Urteil. Der Hauptangeklagte habe in Tötungsabsicht auf das Opfer eingestochen. Ob sein mitangeklagter 34-jähriger Bruder das erkannte, sei unklar geblieben. Der 40-Jährige sei innerhalb weniger Minuten verblutet.

Das Gericht folgte im Wesentlichen den Anträgen der Staatsanwältin. Die Verteidiger hatten auf Freispruch plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 Quelle: BZ.

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