«

»

Okt 08

Berlin: immer wieder attackierte Afrikanerin Passanten

08.08.2019, Berlin: Der Eingang des Landgerichts Berlin mit dem Schriftzug des Gerichts und dem Berliner Wappen. Foto: Taylan Gökalp/dpa | Verwendung weltweit

Monatelang griff sie einfach so Menschen auf der Straße an, die ihr zufällig über den Weg liefen. Immer wieder wurde die Frau wieder laufen gelassen. Jetzt steht Mirriam S. (46) für sechs Körperverletzungen vor Gericht.

Die Staatsanwaltschaft will die Südafrikanerin in einer geschlossenen Anstalt unterbringen lassen. „Aus Gründen der öffentlichen Sicherheit“, heißt es in der Antragsschrift.

Landgericht, Saal B 129. Mirriam S. sitzt hinter Panzerglas. Am 8. April 2019 wurde sie festgenommen. Seither ist sie im Berliner Krankenhaus des Maßregelvollzugs hinter Gittern vorläufig untergebracht. Geboren in Mosambique. Mit 17 geht sie nach Südafrika, lernt mit 19 einen Deutschen kennen. Zwischen Heirat und Scheidung bekommt sie in Deutschland sechs Kinder, „aber keines davon ist von meinem Ehemann.“

Die Kinder leben im Heim, sie selbst auf der Straße: „Man warf mich aus dem Wohnheim, weil ich Stimmen hörte. Aber ich bin nicht krank!“ Seit zwei Tagen gehe es ihr sogar gut: „Gott kam zu mir und sagte, ich habe keine Sünden mehr.“ Deshalb will sie jetzt unbedingt raus aus der geschlossenen Anstalt.

„Am Mariannenplatz kennen wir alle diese Frau“, sagt Verkäuferin Daniela M. (36) aus Kreuzberg. „Sie hing da öfter rum und machte komische Sachen.“ Nackt bis zum Heinrichplatz laufen zum Beispiel. Oder in die Büsche pinkeln. Doch am 17. August 2018 sei Mirriam S. aus heiterem Himmel mit Pflastersteinen auf sie und ein drei Monate altes Baby losgegangen, während sie friedlich auf der Parkbank gesessen hätten.

„Sie warf mehrfach gezielt mit Steinen nach uns.“ Später sei noch eine Mülltüte voller Flaschen geflogen. „Getroffen hat sie nicht, weil ich mich und das Baby in Sicherheit brachte“, sagt die Zeugin. „Die Frau sah sehr wütend und ziemlich durch den Wind aus.“

Den Ermittlungen zufolge gab es weitere Übergriffe von Mirriam S. auf öffentlichem Straßenland. Im August 2016 verdrehte sie laut Anklage am Brunnen auf dem Alexanderplatz (Mitte) einem zehnjährigen Kind das eingegipste Bein, bis es vor Schmerzen schrie.

Im September 2016 soll sie in der Straßenbahn M2 am Alexanderplatz (Mitte) zwei Kinder (10, 13) bedroht und getreten haben, bis sie weinten. Am selben Tag soll sie eine Mutter mit zwei Kindern auf der Prenzlauer Allee (Prenzlauer Berg) mit Fäusten attackiert haben.

Mirriam S. schweigt zu den Vorwürfen. „Ich hörte Stimmen, weil ich Christ war“, sagt sie nur, „jetzt bin ich das nicht mehr.“ Urteil am 30. Oktober.

Quelle: BZ

Schreibe einen Kommentar

Close
Inline
Inline