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Feb 12

Berliner Unternehmer spendet Björn Höckes AfD 100.000 Euro

Christian Krawinkel spendet das Geld dem Thüringer AfD-Landesverband. Einst kassierte er Millionen Euro für ein leeres Flüchtlingsheim.

Berlin. Der Berliner Immobilienunternehmer Christian Krawinkel hat der AfD im Februar 100.000 Euro gespendet. Die Spende ist am 7. Februar eingegangen und am Montag auf der Homepage des Deutschen Bundestags angezeigt worden. Dies ist nach Paragraph 25 Absatz 3 des Parteiengesetzes bei Spenden erforderlich, die 50.000 Euro übersteigen. Es ist die dritte Großspende für Parteien in diesem Jahr.

Krawinkel spendet die 100.000 Euro dem Thüringer Landesverband der AfD unter der Führung von Björn Höcke. In einem Schreiben an die Geschäftsstelle heißt es: „Aktuelle politische Ereignisse in Thüringen veranlassen mich, als initiative Spende unter dem Motto ‚Für mehr Demokratie in unserem Land‘ dem AfD-Landesverband Thüringen eine Spende zukommen zu lassen.“ Er weise darauf hin, dass er parteipolitisch nicht gebunden sei und nur seine Rechte als Bürger seines Vaterlandes wahrnehme, schrieb Krawinkel weiter.

Spende an AfD: Christian Krawinkel entwickelt Immobilienprojekte in Berlin

 

Unternehmer Christian Krawinkel
Foto: obs/CKV
Im Januar hatten die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) und der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) Zuwendungen von jeweils 50.031,24 und 123.701,41 Euro erhalten. Die letzte anzeigepflichtige Spende wurde der AfD im Dezember 2016 überwiesen – 100.000 Euro von einer Frau aus Bonn.

Christian Krawinkel betreibt in Berlin die Vermögensverwaltung CKV. Laut Beschreibung auf der Homepage entwickelt, realisiert und vermarktet das Unternehmen Immobilienprojekte in ganz Deutschland. Dabei handelt es sich sowohl um Wohn- als auch um Gewerbeimmobilien. Seit 2011 hat CKV in Berlin unter anderem das Spree Shopping Berlin (SSB), das Gewerbe Zentrum Michaelbrücke und Spree Blick Berlin (SBB) entwickelt.

Krawinkel kassierte Millionen Euro für leerstehendes Flüchtlingsheim

Im Jahr 2015 vermietete Krawinkel der landeseigenen Immobiliengesellschaft BIM die ehemalige Tetrapak-Fabrik an der Hennigsdorfer Straße in Reinickendorf. Das Land Berlin wollte dort mehr als 1000 Asylbewerber unterbtringen. Die Tetrapak-Fabrik wurde jedoch nie für Flüchtlinge geöffnet. Das verhinderte unter anderem politischer Widerstand im Bezirk Reinickendorf. Krawinkel und seine Partner von Capital Bay kassierten trotzdem – pro Jahr rund 1,5 Millionen Euro. Der Mietvertrag lief bis Ende 2018. Insgesamt kostete die Entscheidung Berlin mehr als fünf Millionen Euro.

Christian Krawinkel hatte Erinnerungsstücke von Boris Becker ersteigert

Bei einer Zwangsversteigerung im Juli 2019 erwarb Krawinkel Erinnerungsstücke von Boris Becker im Wert von 492.479 Euro, darunter auch dessen Bambi in der Kategorie „Mann des Jahres“ von 1985.

Wie es in einer Mitteilung hieß, plante der Unternehmer, die Trophäen Becker wieder zukommen zu lassen. Dies scheiterte jedoch. Krawinkel hatte erklärt, er wolle ein Zeichen gegen die „Gier gewisser Finanzinstitute“ setzen. Er betrachte es „als ungeheuerlich, wie das Lebenswerk eines gefeierten Volkshelden des Sports zerfleddert und bis hin zu den Socken öffentlich verramscht wird“, so Krawinkel.

( BM )

 

Quelle: morgenpost.

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