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Jan 04

CSU: Wer gekommen ist, soll bleiben dürfen

Credits: Flickr

CSU will Flüchtlinge dauerhaft auf Bayernkasernen-Areal unterbringen

Eine Woche nachdem der Stadtrat das Bebauungsplanverfahren für das Gelände der ehemaligen Bayernkaserne auf den Weg gebracht hat, setzt sich nun die CSU im Rathaus für einen dauerhaften Verbleib der dort untergebrachten Flüchtlinge in dem künftigen Wohngebiet ein. Nach dem Willen der Stadträte Richard Quaas und Marian Offman soll die Stadtverwaltung prüfen, ob diese in einem Neubau einquartiert werden können. Ferner soll die Behörde eruieren, ob eine der städtischen Wohnungsbaugesellschaften oder ein Bauträger bereit ist, Wohnungen für Flüchtlinge zu errichten.

Bis Ende 2016 hatte die Regierung von Oberbayeren den Großteil des Areals als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge genutzt. Doch der Mietvertrag mit der Stadt war von Anfang an befristet: Auf dem einst militärisch genutzte Areal wird bis 2030 ein Neubaugebiet für gut 15 000 Menschen errichtet. Bis die Bagger anrücken, unterhält die Stadt auf dem Gelände aber noch eine dezentrale Flüchtlingsunterkunft, die aber nach derzeitiger Planung aufgelöst wird, wenn die betreffende Fläche zur Bebauung ansteht.

Die CSU-Fraktion im Rathaus möchte nun, dass die Flüchtlinge Teil der neuen Bewohnerschaft werden. „Besonders die Familien unter den Flüchtlingen haben aber in den vier Jahren, die sie dort schon wohnen, eine Vielzahl von örtlichen sozialen Kontakten geknüpft und sich im Viertel insgesamt sehr gut integriert“, heißt es in dem Antrag. Quaas und Offman sprechen von einer Vielzahl von Kindern, die örtliche Kitas, Kindergärten und Schulen besuchen sowie deren Eltern, „die sich in Freimann gut eingelebt haben, dort zur Arbeit gehen und „sehr gerne an diesem Ort bleiben“. Die Stadträte nennen es ein „herausragendes Signal an die Stadtgesellschaft“, würden die Flüchtlinge an diesem für sie gewohnten Ort dauerhaft untergebracht.

Auf dem einstigen Kasernenareal entsteht neben Freiham auf 58 Hektar das derzeit größte Siedlungsprojekt Münchens. Vorgesehen sind Kitas und mehrere Schulen, darunter ein Gymnasium und eine Förderschule sowie einige soziale Einrichtungen. Die Entwürfe sehen ein konsequent urbanes Quartier vor, das sich in Dichte, Vielfalt und Lebensqualität an gewachsenen Innenstadtvierteln wie der Maxvorstadt orientiert.

Quelle: SZ

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