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Nov 18

Durch Moslems angestarrt, belästigt – Alina (23): „Man muss als Frau heute teilweise sehr vorsichtig sein“

Junge Frau unterwegs. / Symbolbild, Quelle Pixabay

Ich möchte hier mal ganz klar was loswerden!“

So vehement begann Alina aus Unna am vergangenen Wochenende einen Kommentar zu einem schlimmen Zwischenfall bei der Allerheiligenkirmes Soest: Eine 20-jährige Frau entkam auf dem Rückweg von der Kirmes am Donnerstagabend (8. 11.) nur knapp einer Vergewaltigung durch zwei Männer. Sie wurden als südländisch beschrieben.

Nachdrücklich machte Alina auf unserer Facebookseite unter ihrem Klarprofil ihren Standpunkt klar.

„Mich überrascht der Vorfall nicht. Ich denke, dass Frauen viel mehr unter dieser Flüchtlingspolitik leiden müssen. Ich selber – und ich denke, auch noch viele andere Frauen – kennen das Problem.

Man wird ständig angequatscht, penetrant angeglotzt und teilweise auch angefasst,  und wirklich jedes Mal waren es bisher Personen mit sichtbarem Migrationshintergrund.
Das,  was momentan hier abgeht, sind keine Einzelfälle mehr, das ist gang und gäbe, so gut wie jeden Tag!
Man fühlt sich in seinem eigenen Land unwohl und nicht sicher. Und wenn man den „Tätern“ dann mal klar macht, dass man nichts von denen wissen will, wird man nur beleidigt.“

Das deutliche und ungeschönte Statement dieser jungen Frau stieß auf großen Zuspruch bei unserer Facebook-Community und beeindruckte auch unsere Redaktion. Wir fragten Alina daher – sie ist 23 Jahre alt, Studentin und lebt in Unna –, ob sie Interesse daran hätte, ihre Erfahrungen mit Belästigungen und zunehmendem Unsicherheitsgefühl einmal umfassend zu schildern. Sie hatte, was uns sehr freut. Herzlichen Dank an Alina.

Kurz nachdem ihr Statement bei uns eingetroffen war, passierten in Dortmund dann gleich drei weitere Übergriffe bzw. Angriffe auf junge Frauen – alle mit sexuellem Hintergrund – , was der Erfahrungsschilderung dieser jungen Frau – leider –  neuerliche Aktualität verleiht.

 

Gespräch mit Alina (23), Studentin aus Unna

  • Was gab den Anstoß dafür, dass Sie sich so deutlich unter den Kommentaren zu dem Vergewaltigungsversuch in Soest zu Wort gemeldet haben?

Als ich den Artikel las, hab ich mich selber sofort angesprochen gefühlt.Zum Glück musste ich so einen konkreten Vorfall selbst nicht erleben, habe es aber direkt mit anderen negativen Erfahrungen assoziiert.
Mich macht es einfach sauer, dass diese Männer, die ja eher aus patriachalischen Strukturen kommen, denken, sie könnten Frauen unterdrücken und wie Objekte behandeln.

Als ich im Winter 2017 einer Nebentätigkeit zum Studium in einem Lager nachgegangen bin, war sexuelle Belästigung dort groß geschrieben. Grob geschätzt haben dort 65% Immigranten gearbeitet, jeden Tag gab es mindestes einen Vorfall, bei dem Frauen begrapscht wurden, und das jedes Mal von dieser Personengruppe. Während dieser Zeit habe ich dort viele erschreckende Erfahrungen machen dürfen, was dazu führte, dass ich nach zwei Wochen kündigte.

Ich habe mich dort mit einem jungen Mann unterhalten, um zu fragen, warum die Männer die Frauen so behandeln. Daraufhin bekam ich zur Antwort: „Ihr seid doch selbst Schuld, wenn ihr so enge Hosen anzieht, tragt doch mal längere und weitere Klamotten.“

Ich habe das Gefühl, diese Meinung hängt stark mit der Religion zusammen.
Die deutschen Frauen weden als „unehrbare Frauen“ angesehen, weil sie sich nicht verhüllen und nicht nach deren Religion leben.

Zu einem anderen Land gehören andere Kulturen, kommt man mit dieser Kultur nicht klar und das auf Kosten der Bürger dort, hat man in dem Land meiner Meinung nach nichts verloren.

Die eine Hälfte meiner eigenen Vorfahren kommt aus Italien, aus Erzählungen weiß ich, mit welchen für Problemen ein Immigrant in Deutschland zu kämpfen hat. Diese Probleme sind aber noch lange keine Rechtfertigung für solche Übergriffe.

  • Fühlen Sie sich selbst (als hübsche junge Frau) generell unsicherer, hat sich Ihr Ausgehverhalten, Ihre Offenheit geändert?

Mein Ausgehverhalten selbst und meine Offenheit haben sich nicht verändert, und das wird es auch nicht tun. Ich finde es wichtig, dass man zeigt, dass man sich so etwas nicht bieten lässt.

Wenn ich penetrant angestarrt werde, frage ich meistens, ob ich der Person irgendwie behilflich sein kann. Wenn diese Personen merken, die Frauen sind unsicher, dann fühlen sie sich bestätigt und sind wahrscheinlich noch motivierter,  diese zu belästigen.

Eine Sache, die sich definitiv geändert hat, ist, dass ich nicht mehr alleine in der Dunkelheit nach Hause laufe. Meine Freundinnen haben mir auch bestätigt, dass es früher eigentlich kein großes Problem war,  aber man jetzt teilweise sehr vorsichtig sein muss.

  • Was wäre Ihrer persönlichen Ansicht nach notwendig, damit Sie und andere Frauen sich wieder sicherer und „besser“ fühlen?

Mal abgesehen davon, dass die ganze Flüchtlingsdebatte hätte anders angegangen werden sollen – aus politischer Sicht gibt es einige Dinge, die man tun könnte.
Das Problem ist ja der kulturelle Kontrast zwischen diesen „Flüchtlingsländern“ und Deutschland. Für sie ist es nicht normal, dass Frauen auch mal leicht bekleidet sind und abends mal alleine weggehen ohne Mann an der Seite.

Meiner Meinung nach brauchen wir Kulturvermittler, die dann die Muttersprache sprechen und diese Personen aufklären.

Auf der anderen Seite resultiert Kriminalität natürlich auch aus der aktuellen Lebenslage der individuellen Person. Die meisten Flüchtlinge haben viele schlimme Dinge gesehen und durchgemacht und müssen nun in einem komplett neuen Land, dessen Sprache sie nicht sprechen, zurecht kommen.

Die Politiker waren sich wahrscheinlich sicher, dass man alle schon irgendwo unterkriegen würde,  aber was ist mit Integration?

Zu Integration gehört auch Beschäftigung, die meisten Flüchtlinge haben doch gar keinen Alltag, weil sie wahrscheinlich noch mitten im Verfahren sind, und treiben sich somit gelangweilt und in Unwissenheit auf den Straßen rum.

Außerdem finde ich, dass nach schon kleinsten Vorfällen sexueller Art Konsequenzen im Sinne von Abschiebung folgen sollten. Denn wer hier die Bürger belästigt, hat das Prinzip der Integration nicht verstanden.

  • Hatten Sie keine Sorge, mit Ihren ehrlichen Worten in die Ecke „ausländer-/flüchtlingsfeindlich“ gestellt zu werden?

Es wird immer Menschen geben, die nur das verstehen, was sie verstehen wollen – im Endeffekt bin ich nur für das verantwortlich, was ich sage. Wenn jemand etwas anderes dort hinein interpretieren möchte, macht er das auf seine Verantwortung. Ich gebe dafür keine Rechtfertigung.

Man kann nicht – nur aus Angst, falsch verstanden zu werden – ein wichtiges Thema ignorieren.

Das Problem ist, dass sich viele junge Frauen nicht trauen, so ein Thema in der Öffentlichkeit anzusprechen – zum einen vielleicht aus Angst um die eigene Sichherheit, und zum anderen möchte auch niemand als rechtsextrem dargestellt werden.
Ich finde es ganz wichtig, dass man seine eigene Meinung frei ausdrücken kann, ohne sich in eine Schublade stecken zu lassen.

Man legt ja lediglich seine eigenen Erfahungen dar, die man nicht beeinflussen kann.
Ich würde meine Meinung auch niemals auf die Allgemeinheit beziehen, sondern immer nur auf einen Teil der betroffenen Personengruppe.
Ich weiß, dass es viele Flüchtlinge gibt, die diesen Neuanfang hier schätzen und sich wirklich integrieren wollen. Ich weiß auch, dass es viele respektvolle und gebildete Flüchtlinge gibt, und umso mehr leid tut es mir für sie, dass der Allgemeine Ruf der Flüchtlinge durch Menschen mit diesem primatenhaften Denken zerstört wird.

Frauen haben früher viel für ihre Rechte gekämpft, und ich finde es schade, dass sich Frauen heutzutage immer noch mit solchen Konflikten auseinandersetzen müssen.

Eine Frau Merkel ist völlig fern von der Realität, sie müsste niemals alleine nachts durch die Straßen laufen und sich Belästigungen stellen. Wenn die Bürger so etwas nicht ansprechen, wie sollen die Politiker dann jemals von diesen verschiedenen Meinungen erfahren?

  • Alinas Kontaktdaten sind der Redaktion bekannt. Wir haben vorab am Samstagabend, 17. 11. 18., ein längeres Telefongespräch mit ihr geführt.

Quelle: Rundblick Unna

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