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Dez 12

„Hoffnung gestorben“: Nicole Simon verlässt die CDU

Nicole Simon verlässt die CDU. Foto: fotoart-af.de

Brotterode-Trusetal – Die CDU im Landkreis Schmalkalden-Meiningen verliert eine langjährige engagierte Politikerin und Leistungsträgerin.

Brotterode-Trusetal – Die CDU im Landkreis Schmalkalden-Meiningen verliert eine langjährige engagierte Politikerin und Leistungsträgerin. Die Brotterode-Trusetaler Ortsverbandschefin Nicole Simon hat am Wochenende die Brocken hingeworfen und die Partei verlassen. Sie reagiert damit auf die Wahl Annegret Kramp-Karrenbauers zur Bundesvorsitzenden sowie auf Beschlüsse des CDU-Parteitages zum Migrationspakt. Gleichwohl hadert Simon auch mit der CDU im Landkreis. Sie will aber Lokalpolitikerin bleiben.

„Nach dem fehlenden Rückhalt zur Bürgermeisterwahl und der persönlichen Enttäuschung habe ich mir Bedenkzeit gegeben und die Entwicklung der CDU auf allen Ebenen beobachtet“, sagte sie gegenüber der Redaktion. „Ich musste feststellen, dass kein echter Wille zur Veränderung besteht. Es wurde nicht aus vergebenen Chancen bei eigentlich aussichtsreichen Wahlen gelernt“. Es reiche nicht aus, die Gesichter nur gegen willige Nachfolger zu tauschen und die eingefahrene Linie fortzuführen. Hier gehe es nicht um grundhafte Erneuerung der Partei, sondern nur um die Sicherung persönlicher Karrieren.

Sie habe noch auf die Erneuerung von ganz oben gehofft, die „Regionalkonferenzen lösten eine Aufbruchstimmung aus“. Das war aber offensichtlich auch nur Show gewesen. „Damit ist die letzte Hoffnung der Reformierung der CDU für mich gestorben. Ich kann diesem Schauspiel, das auf verschiedenen Ebenen aufgeführt wird, nicht mehr länger beiwohnen“, schreibt Simon, die sich wie viele Christdemokraten aus der Region Friedrich Merz als Vorsitzende gewünscht hatte. „Auch die 97-prozentige Zustimmung der CDU zum Migrationspakt ist für mich Hochverrat am eigenen Volk.“ Dennoch will sich Simon, die Kreistagsmitglied und Stadträtin ist, weiter lokal und regional engagieren. „Kommunalpolitik ist mein Leben.“

Quelle: InSuedThüringen

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