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Jan 27

Iraner bittet Frau um eine letzte Umarmung, dann sticht er zu

Düsseldorf – Er sitzt im Rollstuhl, bekommt durch einen Schlauch Sauerstoff in die Nase: David D. (74) ist schwer krebskrank. Und steht jetzt wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Düsseldorf.

Heimtückisch bat er die Ehefrau (41) am 3. August um eine letzte Umarmung, holte ein Fleischermesser unter dem Kopfkissen hervor und schnitt ihr in den Hals – so die Anklage.

Der Maschinenbau-Ingenieur, laut eigenem Facebook-Profil „Prof. Dr.“, stammt aus dem Iran, lebt sei 40 Jahren in Deutschland. 2002 heiratete er Neida T., das spätere Opfer. Mit ihr hat er zwei Kinder. Sie sagt vor Gericht: „Ich war nie glücklich. Er hat mich behandelt wie seine Putzfrau.“

Dann sei ihr Mann an Krebs erkrankt. Acht Jahre habe sie ihn gepflegt und sich um die beiden gemeinsamen Söhne gekümmert, aber dennoch nicht einmal ein eigenes Handy besitzen dürfen. Ihr Mann sei extrem eifersüchtig gewesen, und es sei immer schlimmer geworden. Dabei habe sie ihn nie betrogen, beteuert sie.

Zwei Wochen vor dem Verbrechen trennte sie sich von ihm. Dann der Tat-Tag: „Er wollte eine Aussprache und schlug vor, gemeinsam Selbstmord zu begehen. Ich habe das abgelehnt. Dann sagte er, Komm, lass Dich noch mal umarmen. So wie früher‘!“

Sie habe sich zu ihm ins Bett gelegt – mit dem Rücken auf seine Brust. Weil ihr Mann merkwürdige Bewegungen gemacht und ihr ans Kinn gegriffen habe, habe sie ein ungutes Gefühl beschlichen. „Hast du Schmerzen, soll ich dich massieren“, habe sie ihn noch gefragt, doch er habe verneint.

Dann habe sie ein Brennen an ihrem Hals gespürt und das Messer gesehen. „Ich gucke keine Horrorfilme und war plötzlich selbst in einem“, so die 40-Jährige. Sie habe seinen Arm mit aller Kraft weggedrückt und um Hilfe geschrien. Ihr Sohn habe ihren von den Schreien alarmierten Nachbarn in die Wohnung gelassen. Der habe dem Mann das Messer wegnehmen können.

David D. gilt als nicht vorbestraft, räumt aber ein, früher einmal größeren Ärger mit dem Finanzamt gehabt zu haben. Genauer wird er nicht, aber aus der Sache resultierten sieben Millionen D-Mark Schulden beim Fiskus, die noch nicht getilgt seien. Er schweigt zur Tat. Der Prozess geht weiter.

Quelle: BILD.

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