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Jun 13

Junger Iraker soll seine Freundin vergewaltigt haben – doch er bestreitet es

Er spricht von einvernehmlichen Geschlechtsverkehr, sie von Vergewaltigung: Nun steht der Giesinger Fahad A. vor Gericht.

Von seinem T-Shirt grinst Mickey Mouse. Doch der Anlass ist ernst. Seit Montag steht Fahad A. (23) vor Gericht. Er muss sich wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung verantworten.

Es sind schwere Vorwürfe gegen den gebürtigen Iraker. Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass er seine Freundin zum Sex gezwungen hat – zu Hause, in seiner Wohnung in der Tegernseer Landstraße. Laut Anklage war es am 19. November 2017 zu dem Übergriff gekommen. Mutmaßlich hatte Fahad A. die Geschädigte zunächst ins Wohnzimmer gesperrt und sie anschließend auf der Couch bedrängt.

Mit einem Taschenmesser soll er die Frau zudem bedroht haben, indem er die sieben Zentimeter lange Klinge griffbereit hielt.

Obwohl sie ihn aufgefordert habe, von ihr abzulassen, riss A. ihr laut Anklage die Leggings herunter und zwang sie zum Geschlechtsverkehr. Fünf bis zehn Minuten lang dauerte das Martyrium der Frau, ist die Staatsanwaltschaft sicher.

„Es war alles einvernehmlich“

Fahad A. bestreitet die Tat. „Es war alles einvernehmlich“, sagt er. Ausführlich beschreibt er vor Gericht die besagte Nacht und schildert auch die sexuellen Erlebnisse. Er spricht wie jemand, der sich keiner Schuld bewusst ist. Die Staatsanwaltschaft sieht den Fall aber anders.

Nach der Tat soll Fahad A. die Frau weiter bedroht haben. Ursprünglich habe er laut Anklage überlegt, sie zu töten, entschied sich dann aber, sie zu vergewaltigen – mit der Klinge soll er sie danach erpresst haben, die Beziehung mit ihm fortzuführen. Worin die Frau zunächst einwilligte. Später schaltete sie aber die Polizei ein. Falls die Staatsanwaltschaft das beweisen kann, muss A. lange ins Gefängnis.

Quelle: tz

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