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Mrz 13

Kiosk-Killer Ali S. gesteht, Kundin erstochen zu haben | Düsseldorf

Unter einem grauen Kapuzenpulli verbirgt Ali S. sein Gesicht vor den FotografenFoto: Michael Gstettenbauer

Düsseldorf – Mit 27 Messerstichen hat Ali S. (44) laut Anklage Anna S. (†36) im August in Düsseldorf auf der Straße ermordet. Motiv soll verschmähte Liebe sein. Seit Dienstag steht er wegen Mordes vor dem Landgericht Düsseldorf.

Gleich zu Beginn der Verhandlung räumte Ali S. die Tat über seinen Verteidiger ein. „Er war es, der am 20. August auf sie eingestochen hat“, erklärte Verteidiger Stefan Tierel für seinen Mandanten.

Das Opfer: Anna S.
Das Opfer: Anna S.Foto: Privat

Zum Motiv und den Details hat der Mann mit dem angegrauten Vollbart noch nichts gesagt. Er wolle zunächst ein psychiatrisches Gutachten abwarten.

Als eine Rechtsmedizinerin beim Prozessauftakt von den 27 Stich- und Schnittverletzungen am Körper der Frau sprach, war das für den Angeklagten schon nach wenigen Minuten anscheinend zu viel. Er stand auf, die Verhandlung musste unterbrochen werden. Ihm sei übel geworden, hieß es kurz darauf.

Der Tatort in der Bachstraße
Der Tatort in der BachstraßeFoto: Jörg Löbker

Der Kiosk-Verkäufer kannte die Frau, die in der Nähe wohnte, als Kundin. Er soll für sie geschwärmt und ihr mehrere Briefe geschrieben haben. Laut Staatsanwaltschaft mied die Frau ihn danach, habe sich weitere Kontaktaufnahmen verbeten.

Nach der Blut-Tat floh der Iraner nach Spanien, wurde zehn Tage später geschnappt und per Charter-Jet nach Deutschland geflogen. Normale Airlines verweigerten den Transport, weil er im Spanien-Knast gewalttätig wurde.

islang schweigt er zur Tat. Ali S. ist ein anerkannter Flüchtling aus dem Iran. Er lebt seit 2001 in Deutschland und ist nicht vorbestraft.

Mit diesem Foto fahndete die Polizei nach Ali S.
Mit diesem Foto fahndete die Polizei nach Ali S.Foto: Polizei
Und so tarnte er sich in Spanien
Und so tarnte er sich in Spanien

Eine entscheidende Rolle komme in dem Verfahren dem psychiatrischen Gutachter zu, hatte sein Verteidiger angekündigt. Dabei gehe es um die Frage der verminderten Schuldfähigkeit oder sogar der Schuldunfähigkeit. So sei sein Mandant auch nicht mehr in Untersuchungshaft untergebracht, sondern in einer Psychiatrie.

Das Gericht hat für den Fall 18 Verhandlungstage eingeplant.

Quelle: BILD

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