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Okt 15

Köln: Terror IS Syrer goss Benzin über die Geisel, dann griff das SEK zu

Schon Gasflaschen an Frau geklebt ++ Ausweisdokument weist auf 55-jährigen Syrer hin ++ BILD-Infos: Mann soll behauptet haben, zu ISIS zu gehören ++ Er forderte freien Abzug und Freilassung einer Tunesierin

Köln – Der SEK-Zugriff am Kölner Hauptbahnhof hat wohl noch viel Schlimmeres verhindert! Ein Angreifer hatte in einer Apotheke eine Frau als Geisel genommen. Als er Benzin über sie goss und anzünden wollte, stürmten die Einsatzkräfte los!

Die Geisel wurde dabei leicht verletzt und massiv vom Angreifer bedroht – die Beamte des SEK schossen auf den Mann, mehrere Kugeln trafen ihn. Reanimation, Not-OP! Der Täter hatte auch eine Waffe dabei, hielt diese beim Zugriff in der Hand. Ob sie scharf war oder ob es sich um eine Schreckschusspistole handelt – unklar.

Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz

Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz

► Am Tatort wurden blaue Camping-Gaskartuschen und Brandbeschleuniger gefunden, von denen einige mit Klebeband verbunden gewesen sind, teilte Einsatzleiter Klaus Rüschenschmidt auf einer Pressekonferenz mit. Zum Teil klebten die Kartuschen bereits an der Geisel!

► Es wurde ein Ausweisdokument gefunden, das auf einen 55 Jahren alten Syrer ausgestellt ist. Demnach hat diese Person ein Aufenthaltsrecht bis Mitte 2021, war seit 2016 in Deutschland. Noch kann der Ausweis nicht eindeutig dem Geiselnehmer zugeordnet.

Am Nachmittag wurde die Apotheke im Bahnhof gestürmt

Am Nachmittag wurde die Apotheke im Bahnhof gestürmt

► Die Person, zu welcher der Ausweis gehört, fiel in der Vergangenheit u.a. wegen Diebstahl, Betrug, Körperverletzung und Hausfriedensbruch auf.

► Der Täter behauptete gegenüber der Polizei, Mitglied der Terror-Miliz ISIS zu sein. Im Zusammenhang mit Terrorismus fiel der Mann bisher aber nicht auf. Aber: Es wurde ein sogenannter Prüffall Islamismus eröffnet.

► Der Geiselnehmer verlangte den freien Abzug und die Freilassung einer Tunesierin aus dem Gefängnis.

► Die Staatsanwaltschaft Köln hat ein Verfahren wegen versuchten Mordes, Geiselnahme und Körperverletzung gegen den Mann eingeleitet.

Mädchen (14) erlitt Brandverletzungen

Vor der Geiselnahme hatte der Täter einen Molotowcocktail in eine McDonald’s-Filiale im Hauptbahnhof geworfen. Dabei erlitt eine 14-Jährige durch die entstandenen Flammen Brandverletzungen an Gesäß und Oberschenkel. Sie kam in eine Klinik.

Als die Sprinkleranlage auslöste, flüchtete der Täter und verschanzte sich mit der Geisel im hinteren Teil der Apotheke. Dort wurden auch der Brandbeschleuniger und die Gasflaschen gefunden.

Insgesamt wurden vier Menschen verletzt: die 14-Jährige, der Täter, dessen Geisel und eine weitere Person, die eine Rauchgasvergiftung erlitt.

Am Nachmittag erfolgte der Zugriff. Die Einsatzkräfte hatten Kontakt zum Täter aufgenommen

Am Nachmittag erfolgte der Zugriff. Die Einsatzkräfte hatten Kontakt zum Täter aufgenommen

Vor dem Bahnhof sammelten sich Einsatzkräfte

Vor dem Bahnhof sammelten sich Einsatzkräfte

Polizeibeamte mit Sturmgewehren am Hauptbahnhof

Polizeibeamte mit Sturmgewehren am Hauptbahnhof

Auch ein Spezialeinsatzkommando war vor Ort

Auch ein Spezialeinsatzkommando war vor Ort

Der Bahnhof wurde nach Beginn des Einsatzes gegen 12.45 Uhr großräumig abgesperrt und geräumt. Erst mehrere Stunden nach dem Ende der Geiselnahme wurde der gesperrte Hauptbahnhof wieder freigegeben. Das twitterte die Deutsche Bahn am Montagabend. „Gleise 1 bis 9 wieder befahrbar“, hieß es weiter. Es komme aber weiterhin zu Verspätungen.

Zahlreiche Reisende mussten den Bahnhof verlassen

Zahlreiche Reisende mussten den Bahnhof verlassen

Quelle: BILD

 

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