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Feb 04

Asylheim Kornwestheim: Die Versicherung zahlt für Brandstiftung von Asylanten

Die Nummer 12 steht noch – im Vordergrund die leere Fläche, wo die Heinkelstraße 10 abgerissen wurde. Foto:

Kornwestheim – Die Stadt will ab dem Frühjahr das Gebäude Heinkelstraße 12 sanieren. Das bestätigte der Kornwestheimer Baubürgermeister Daniel Güthler nun auf Nachfrage unserer Zeitung.

Auch der FDP-Stadtrat Andreas Schantz hatte unlängst eine entsprechende Anfrage gestellt. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung Ende Oktober bereits, rund 224 000 Euro an „überplanmäßigen Mitteln“ für die Renovierung der im März ausgebrannten Unterkunft für Geflüchtete bereitzustellen. Indes: Die Stadt wird diese Mittel hinterher von ihrer Versicherung zurückerhalten. „Das Geld belastet uns nicht“, sagt Baubürgermeister Daniel Güthler, der zudem betont, sollte die Sanierung unerwarteterweise teurer werden, könne die Stadt noch einmal bei der Versicherung nachhaken.

 

Was ist in der Heinkelstraße passiert?

Am frühen Abend des 17. März 2018 war in der Flüchtlingsunterkunft in der Heinkel-straße 10 bis 12 ein schwerer Brand ausgebrochen. Verletzt wurde niemand, die Bewohner konnten sich retten. Doch Feuerwehren aus Kornwestheim, Remseck und Ludwigsburg kämpften die ganze Nacht gegen die Flammen. In der Folge ergaben die Ermittlungen, dass eine fahrlässige Brandstiftung zweier Bewohner wohl das Feuer ausgelöst hat. Sie betrieben einen Heizlüfter nicht ordnungsgemäß. Das Gebäude Nummer 10 – von hier ging das Feuer aus – war nicht zu retten, musste bald abgerissen werden, die Nummer 12 war bis auf Weiteres unbewohnbar, hier wurde das Dach zunächst notdürftig abgedichtet.


Welche Arbeiten sind geplant und wie ist überhaupt der Zeitplan für das Gebäude Nummer 12?

Das Gebäude soll bis zum Sommer 2019 wieder bewohnbar sein – etwa 25 Geflüchtete in Anschlussunterbringung sollen dann wieder Platz finden. Hierfür schreibt die Stadt aktuell eine ganze Reihe Baumaßnahmen aus. Das Dach soll wieder ordentlich gerichtet werden, Sanitärarbeiten stehen an, neue Böden wollen verlegt werden. Außerdem sind die Wände wegen des Löschwassers stark in Mitleidenschaft gezogen worden. „Elektrik- und Heizungsarbeiten sind ebenfalls geplant“, berichtet Daniel Güthler.

Und was passiert nun auf der Fläche des abgerissenen Gebäudes Nummer 10?

Daniel Güthler betont, ein Neubau des beim Brand vollkommen zerstörten und seit einem Dreiviertel Jahr abgerissenen Gebäudes sei nicht geplant. Aktuell liegt dieser Teil des Grundstücks mit seinen rund 400 Quadratmetern damit brach.

Wie wird sich das Areal in der Zukunft entwickeln?

Nicht unwahrscheinlich ist, dass irgendwann wohl auch das Gebäude Nummer 12 abgerissen wird – trotz der aktuellen Sanierung. „Der Tag wird kommen“, so Güthler. Zwar werden bis dahin wohl noch einige Jahre vergehen, aber auf lange Sicht werde es bessere Orte für eine Anschlussunterbringung von Flüchtlingen geben, bestätigt er. Da in dem Gewerbegebiet keine herkömmlichen Wohnungen gebaut werden dürfen, wird die Stadt vermutlich dann versuchen, Gewerbe auf dem Gebiet anzusiedeln. „Dann stünden insgesamt rund 800 Quadratmeter zur Verfügung“, sagt Güthler. „Das reicht beispielsweise für einen Handwerksbetrieb“, betont er.

Quelle: Kornwestheimer Zeitung

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