«

»

Mai 25

Mord: Berlinerin Tippawan W. aus Thailand bringt ihren behinderten Mann um

Die Tür zu der Mordwohnung in der Emser Straße wurde von der Polizei aufgebrochen.
Foto: Eric Richar

Berlin –

Als die Polizisten die Wohnungstür aufbrachen, war es bereits zu spät. Mit lebensgefährlichen Verletzungen lag Hans-Joachim G. (65) in seiner kleiner Wohnung in Neukölln und starb nur wenig später. Ebenfalls in der Wohnung: Seine Ehefrau Tippawan G. Die 54-Jährige wurde unter dringendem Tatverdacht festgenommen.

Gegen 13 Uhr hatte die gebürtige Thailänderin am Dienstag die Polizei gerufen und gesagt, dass „etwas Schlimmes“ mit ihrem Mann geschehen sei. Die kurz darauf in der Emser Straße eintreffenden Beamten fanden den leblosen Hans-Joachim G. und nahmen seine Frau unter Tatverdacht fest.

Psychische Probleme

Offiziell wollte die Polizei nichts zu den Hintergründen sagen. Doch nach KURIER-Recherchen soll es immer wieder zu schlimmen und lautstarken Streitereien zwischen dem Pärchen gekommen sein. Dabei soll der zu 60 Prozent behinderte Mann öfter um Hilfe gerufen haben. Zuletzt sei es am Pfingstmontag zu einer dieser Auseinandersetzungen gekommen, sagt eine Nachbarin, sogar die Polizei war da.
Worum es bei den Streitereien ging, ist unklar. Allerdings soll die ursprünglich aus Thailand stammende Tippawan G. psychische Probleme gehabt und an Verfolgungswahn gelitten haben.

Zudem soll die 54-Jährige krankhaft eifersüchtig gewesen sein. Die jetzt Festgenommene war bereits die dritte Frau des 65-Jährigen, auch ihre Vorgängerinnen stammten allesamt aus Thailand.

Am Mittwoch wurde Tippawan W. in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Wegen ihre Verfassung sei ein entsprechender Unterbringungsbefehl erlassen worden, sagte ein Polizeisprecher.

Schreibe einen Kommentar

Close
Inline
Inline