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Apr 16

Moslems zünden bewohntes Haus mit Benzinkanister und Sturmhaube an

Wegen schwerer Brandstiftung verhandelt die Jugendstrafkammer am Amberger Landgericht.
Bild: Volker Hartmann/dpa

Die Täter kommen mitten in der Nacht nach Neunburg vorm Wald. Einer der beiden hat einen Benzinkanister in der Hand, zieht eine Sturmhaube über und legt Feuer am Zugangsbereich eines Hauses. Zum Glück passiert den Bewohnern nichts.

Das Verbrechen liegt nahe am Mordversuch. Doch die Anklage gegen zwei heute 48 und 20 Jahre alte Männer lautet nun auf schwere Brandstiftung. Beide sitzen vor der Großen Jugendstrafkammer des Amberger Landgerichts und machen unterschiedliche Angaben zu ihrer Beteiligung an der mit langer Haft bedrohten und sehr heimtückischen Straftat.

Am 22. Juni letzten Jahres kurz nach 3 Uhr morgens fuhr an einer Doppelhaushälfte in Neunburg vorm Wald ein Wagen vor. Zwei Männer stiegen aus: Ein damals 47 Jahre alter Türke und ein seinerzeit 19-jähriger Syrer. Der hat nun zum Prozessauftakt in fließend deutscher Sprache beteuert, dass er dem ihm befreundeten Türken nur einen Gefallen tat, als er von diesem am späteren Tatort eine Sturmhaube, einen Benzinkanister und ein Feuerzeug erhalten habe.

Was dann geschah, war ein übles Verbrechen: Der Syrer schüttete den Treibstoff am Eingangsbereich von einer Hälfte des Doppelhauses aus und legte Feuer. Im Gebäude schlief ein Ehepaar mit türkischen Wurzeln und dessen kleiner Sohn. Der Mann wachte auf, eilte zur brennenden Tür und leitete erste Löschmaßnahmen ein. Den Rest erledigte die alarmierte Feuerwehr. Den Schaden schätzte man später auf 20 000 Euro.

Eineinhalb Stunden lang versicherte der heute 20 Jahre alte Syrer, dass er in der Familie seines Freundes aus Kelheim wohlwollend aufgenommen worden sei, seine Tat zutiefst bereue und niemals zur Brandstiftung geschritten wäre, „wenn ich gewusst hätte, dass die Leute da sind“. Das wunderte den Vorsitzenden Richter Harald Riedl. Er schüttelte ungläubig den Kopf und staunte: „Nachts um 3 Uhr, wenn draußen vor dem Haus auch noch deren Auto geparkt ist?“

Was führte zu dem Verbrechen? Der heute 48 Jahre alte Türke aus Kelheim schilderte, dass es Zerwürfnisse zwischen ihm, seiner Familie und den Landsleuten in Neunburg gegeben habe. Von Anzeigen war die Rede und auch von einem umstrittenen Goldgeschenk für die Braut anlässlich einer Hochzeit. Da sei der Plan gereift, dem Türken in Neunburg vorm Wald einen Denkzettel zu verpassen.

„Also Brandstiftung?“, hakte der Strafkammervorsitzende nach. Der 48-Jährige gab das zu. Doch er schob die eigentliche Triebfeder-Rolle dem heute 20-jährigen Syrer zu. Der in seiner Familie gern gesehene junge Mann wäre sofort dabei gewesen, habe die Sturmhaube mitgebracht und sei über das hinausgegangen, was man eigentlich vereinbart habe.

Diese Schilderung löste Widerspruch bei dem 20-Jährigen aus: „Als er mich in dieser Nacht am Arbeitsplatz in Kelheim abgeholt hat, wusste ich nicht einmal, wo es hingehen sollte.“ Doch das scheint wohl nach Auswertung mehrerer von der Kripo beschlagnahmter Handys widerlegt.

Vieles deutet darauf hin, dass der Denkzettel vorher vereinbart und gemeinsam ausgeführt wurde. Der Prozess wird heute fortgesetzt.

Quelle: onetz

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