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Feb 08

Nach Germania-Pleite – Abschiebeflieger extra angemietet

Die Insolvenz der Germania hat nicht nur Urlauber unvorbereitet getroffen: Auch ein Abschiebeflug der Bundespolizei nach Osteuropa drohte auszufallen. Laut einem Medienberichten wurde dann ein Privatjet gechartet – zu einem hohen Preis.

ie Reise war lange geplant: Am 5. Februar um 12 Uhr sollte der Germania-Flug ST 1020 auch rund 50 ausreisepflichtige Osteuropäer außer Landes bringen. Der Flug aber hob nie ab, denn kurz zuvor hatte die Fluggesellschaft Insolvenz angemeldet und den Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt.

Um die Abschiebung von rund 30 Albanern (nach Tirana) und 20 Kosovaren (nach Pristina) dennoch wie geplant durchzuführen, wurde nach einem Bericht von „Spiegel Online“ improvisiert. Die Bundespolizei, die die Ausweisungen im Auftrag der EU-Grenzschutzagentur Frontex durchführte, kontaktierte daraufhin den privaten Anbieter Sundair.

Das Privatunternehmen betreibt eigentlich private Ferienflüge. Laut Frontex fielen für die letztlich erfolgreiche Planänderung rund 300.000 Euro an, diese Extrakosten würden aber von Frontex selbst übernommen. Dass Abschiebungen gelegentlich teuer werden, ist kein Einzelfall. Erst Anfang Januar wurden laut einem „Bild“-Bericht zwei Ivorer aus Hannover per Privatjet an die Elfenbeinküste ausgeflogen.

Der Grund: Einer der beiden hatte so heftig randaliert, dass eine Ausreise im Linienflugzeug zuvor abgebrochen werden musste. Durch die private Charterlinie seien Kosten in Höhe von 165.000 Euro entstanden, schrieb die „Bild“ weiter.

Quelle: welt

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