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Apr 05

Offiziell belegt: 57 Prozent der Asylwerber sind gering qualifiziert

Foto: AFP

Ist der gut ausgebildete Flüchtling ein Mythos? Wie eine aktuelle Studie des Thinktanks EcoAustria belegt, ist ein hoher Anteil der Asylwerber in Österreich gering qualifiziert. Weiters würden nicht alle Flüchtlinge im Arbeitsmarkt untergebracht, wodurch die Arbeitslosenquote bis zum Jahr 2030 um 0,4 Prozentpunkte steigen werde, schreiben die Autoren der Studie.

Für ihre Analyse verwendeten die Autoren Befragungen unter den Flüchtlingen und den Vergleich der Bildungsstruktur in deren Heimatländern mit der österreichischen. Zudem wurden auch Daten aus einer Untersuchung des deutschen Bundesamts für Migration und Flüchtlinge herangezogen, wie die „Presse“ berichtet.

Studie repräsentativer als AMS- Kompetenzchecks

Die deutsche Studie ist laut EcoAustria mit 420.000 untersuchten Asylwerbern wesentlich repräsentativer als die Kompetenzchecks des AMS. Diese seien „mutmaßlich durch eine verzerrte Stichprobenart nicht repräsentativ“, wird EcoAustria in dem Bericht zitiert. Der deutschen Erhebung zufolge sind rund 57 Prozent der Asylwerber gering, 24 Prozent mittel und nur 19 Prozent hoch qualifiziert.

Foto: APA/dpa/Marijan Murat

Die niedrige Qualifikation der nach Österreich Geflüchteten hat laut der Studie zwei Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Einerseits wird die Arbeitslosigkeit steigen wenn auch vorwiegend die Migranten selbst betroffen sein werden , andererseits erwartet sich der Thinktank negative Auswirkungen auf die Lohnentwicklung. Da Asylwerber vorwiegend im Niedriglohnsektor eine Anstellung finden, werde die gesamtwirtschaftliche Lohnentwicklung gedämpft. „Im Schnitt über alle Beschäftigten wächst das Lohneinkommen um rund 0,3 Prozent schwächer als im Referenzszenario ohne Fluchtmigration“, heißt es in der Studie.

Was im „Jubel um Trendwende am Arbeitsmarkt“ untergeht

„Presse“ Wirtschaftsredakteur Josef Urschitz weist in einem Kommentar darauf hin, dass „im Jubel um die Trendwende auf dem Arbeitsmarkt“ Arbeitslosenzahlen des AMS aus dem März belegen eine leichte Entspannung  unter anderem untergegangen sei, dass die Ausländerarbeitslosigkeit weiter ansteigt: „Von den deutlich mehr als 100.000, die 2015/2016 gekommen sind, stehen offenbar erst ein paar Tausend dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.“

Es herrsche „Ernüchterung nach dem Migrantenhype“, denn die Qualifikation der Asylwerber sei „jedenfalls viel schlechter, als uns bisher Pseudoexperten (‚Wir erleben die qualifizierteste Zuwanderung aller Zeiten.‘) und diverse Kompetenzchecks mit handverlesenen Probanden suggeriert haben“, so Urschitz. Die Integration werde „ein auf viele Jahrzehnte angelegtes, sehr kostspieliges Mammutprogramm und wohl nicht der versprochene flotte Wirtschaftsturbo“.

Quelle: Krone

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