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Okt 20

So lockte der Häftling die JVA-Angestellte in die Falle

Ein Einsatzfahrzeug vor dem Tatort, ein Einfamilienhaus in Delmenhorst
Foto: NonstopNews

Er vergewaltigte die Frau während eines Freigangs und erhängte sich danach

Hannover/Delmenhorst – Es ist ein Skandal, der Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (64, Grüne) zum Ende ihrer Amtsperiode erwischt – und zutiefst erschüttert.

Eine Mitarbeiterin der JVA Lingen wurde von einem Gefangenen vergewaltigt!

Der 27-Jährige sitzt wegen sexueller Nötigung. Er hatte 2012 eine Touristin (22) auf Mallorca im Hotel mit einem Messer zum Sex gezwungen und schwer verletzt. Dafür wurde er in Spanien zu sechs Jahren Haft verurteilt, 2014 nach Deutschland ausgeliefert. Er kam in das Behandlungsprogramm für Sexualstraftäter.

Kripo-Beamte in SchutzanzügenKripo-Beamte in Schutzanzügen suchen auf dem Grundstück nach SpurenFoto: NonstopNews

Das war auch der Grund, weshalb ihm begleitete Ausgänge genehmigt wurden. Insgesamt durfte er 50-mal raus. Das Ministerium: „Es gab nie Vorkommnisse.“

Jetzt das: Am Montag hatte er wieder Freigang – der aus der Türkei stammende Mann wollte seine Familie in Delmenhorst besuchen. Angeblich gab er an, dass seine Mutter schwer krank sei.

Eine JVA-Mitarbeiterin, nach BILD-Informationen seine Therapeutin, begleitete ihn. Was sie nicht wusste: Die Eltern des Häftlings waren im Türkei-Urlaub, das Haus leer.

EINE FALLE!

Justizministerin Antje Niewisch-LennartzJustizministerin Antje Niewisch-Lennartz macht den Fall zur ChefsacheFoto: picture alliance / Holger Hollem

Im Haus fiel der Sträfling über seine Betreuerin her, vergewaltigte sie angeblich mehrfach. Anschließend erhängte sich der Mann vor den Augen seines Opfers!

Schock im Justizministerium. Die Ministerin machte den Fall zur Chefsache. Die JVA hatte dem Gefangenen eine günstige Prognose ausgestellt, er sollte am 23. August 2018 entlassen werden.

JustizvollzugsanstaltDie JVA in Lingen. Hier saß der GefangeneFoto: picture alliance / dpa

Jetzt wird untersucht, wie es zu der Tat kommen konnte. „Bislang sind Regelverstöße oder fachliche Fehler nicht zu erkennen“, heißt es aus dem Ministerium.

Das Opfer wird psychologisch betreut.

Quelle: BILD

 

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