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Okt 16

Uni Proteste gegen Bernd Lucke- Antifa mobbt AfD-Gründer weg

Bernd Lucke musste Uni-Gelände verlassen – Antifa mobbt AfD-Gründer weg

Bernd Lucke (2.v.l) nach der Störung seiner Vorlesung durch Linksextreme

Bernd Lucke (2.v.l) nach der Störung seiner Vorlesung durch LinksextremeFoto: Markus Scholz / dpa

Heftige Uni-Proteste gegen AfD-Mitgründer Bernd Lucke (57)!

Die Studentenvertretung der Universität Hamburg hat ihre Ankündigung wahrgemacht. Hunderte Menschen demonstrierten zu Beginn einer Wirtschaftsvorlesung des ehemaligen AfD-Politikers und Universitätsprofessors Bernd Lucke.Im Vorlesungssaal skandierten die Störer „Nazischweine raus aus der Uni“ und forderten Lucke auf, den Saal zu verlassen. Einzelne Teilnehmer des Protests hielten Flaggen der „Antifaschistischen Aktion“ (kurz: Antifa) hoch.
Pöbler halten Flaggen der Antifa hoch

Pöbler halten Flaggen der Antifa hochFoto: Markus Scholz / dpa

Lucke konnte die Vorlesung nicht durchführen und nahm zunächst im Publikum Platz, wurde von den Störern jedoch weiter bepöbelt. Anschließend verließ er in Begleitung der Polizei das Gelände der Universität Hamburg.

Bernd Lucke unterrichtete bis 2014 als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Hamburg, ließ sich dann jedoch beurlauben, um für die AfD ins Europaparlament einzuziehen. Gegen seine Rückkehr an die Universität hatte der „Allgemeine Studierendenausschuss“ (AStA) Protest eingelegt. Unter dem Motto „Lucke lahm legen – Keine Lehre am rechten Rand“ sprachen sie sich „gegen die Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit Bernd Luckes“ aus.

Lucke trage „eine Mitverantwortung für die heutigen gesellschaftlichen Verwerfungen“ in Deutschland und sei als Uni-Professor deshalb „unzumutbar“, so der AStA. Dazu führt der AStA Luckes Tätigkeit in der AfD sowie seine „neoliberale“ Haltung zu wirtschaftspolitischen Fragen auf.

Auf BILD-Anfrage teilte Lucke mit, dass er die Proteste und Pöbeleien nicht kommentieren wolle. „Das spricht für sich“, so der Ex-Politiker zu BILD. Eines wollte Lucke jedoch hervorheben: „Meine Studenten haben anderthalb Stunden mit mir ausgeharrt und mir Rückhalt gegeben.“ Damit hätten sie Zivilcourage gezeigt.

Lucke hatte die AfD als Reaktion auf die Europolitik der Bundesregierung mitgegründet, trat nach seiner Abwahl als Bundessprecher im Sommer 2015 aus der Partei aus. Nach seinem Austritt kritisierte Lucke fremdenfeindliche Tendenzen innerhalb der AfD und sprach sich für eine Beobachtung von Teilen der AfD durch den Verfassungsschutz aus.

Quelle: BILD

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