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Jan 16

Zweifache Mutter erstochen: Rumänischer Ehemann gesteht die Bluttat

Einsatz in Ybbs

Bild: (APA/EINSATZDOKU.AT)

YBBS. 16-jähriger Sohn des Paares rief die Polizei – Beamte fanden die Tote im Haus.

„Home, sweet home“ ist im Eingangsbereich des Einfamilienhauses in einer Siedlung in Ybbs zu lesen. Ein Haus, in dem sich Mittwochabend ein Familiendrama abgespielt hat, das zwei Kinder zu Halbwaisen gemacht hat. Um 19.09 Uhr ging der Notruf bei der Polizei ein. Ein Jugendlicher schildert, dass seine Mama von seinem Papa getötet wurde. Polizeibeamte fuhren sofort zu dem Haus und fanden die tote Frau, die mehrere Messerstiche im Hals hatte.

Für die 42-jährige Rumänin kam jede Hilfe zu spät. Der Sohn und die Tochter des Paares, 16 und 18 Jahre alt, waren daheim. Ebenso der 50-jährige Vater, der seine Ehefrau erstochen haben soll. „Er war aufgrund der Tat in einer psychischen Ausnahmesituation, hat sich aber widerstandslos festnehmen lassen“, sagt der niederösterreichische Polizeisprecher Johann Baumschlager.

Verdächtiger schweigt

Zunächst schwieg der gebürtige Rumäne, der seit gut 20 Jahren die österreichische Staatsbürgerschaft hat. Das Einfühlungsvermögen der Ermittler habe ihn aber dann doch dazu gebracht, zu reden, berichtet Baumschlager. Der 50-Jährige gestand, seine Frau erstochen zu haben. Der Auslöser dafür ist noch nicht bekannt. Aktenkundig sei der Mann bisher nicht gewesen, auch von Streitereien sei nichts bekannt gewesen. „Die Beweise Vorort sind erdrückend“, sagt Baumschlager. Auch die Tatwaffe ist sichergestellt worden. Ob die beiden Kinder unmittelbare Zeugen der Bluttat wurden, ist noch unklar. Sie sind vom Kriseninterventionsteam betreut und zu Verwandten gebracht worden.

„Ich kenne die Familie und bin tief erschüttert“, sagt Alois Schroll, Bürgermeister von Ybbs, der nahe dem Haus der Familie wohnt. Die Anteilnahme der Gemeinde gelte den Kindern der getöteten 42-Jährigen. Gestern um 11 Uhr wehte vor dem Gemeindeamt eine schwarze Fahne im Gedenken an die Frau. Auch eine Schweigeminute ist abgehalten worden. „Ich war fast die ganze Nacht mit den Blaulichtorganisationen unterwegs und habe auch die Kinder gesehen“, sagt der Bürgermeister, der dem Sohn und der Tochter der 42-Jährigen „jegliche Form der Unterstützung“ zusagte.

Eine Serie von 34 Frauenmorden hat im Vorjahr ganz Österreich erschüttert, im speziellen Niederösterreich. Allein in diesem Bundesland sind 14 Frauen von Tätern aus dem Familienkreis ermordet worden. Die 42-Jährige ist in diesem Jahr das erste Mordopfer, das gewaltsam durch ihren Partner ums Leben kam.

 Quelle: Nachrichten.AT.

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