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Jul 13

Essen: Gruppenvergewaltiger endlich vor Gericht – mindestens 7 Mädchen missbraucht?

Dean Martin L. soll die Mädchen in die Falle gelockt habenFoto: Tim Foltin

Essen – Es ist eine bislang einmalige Serie brutaler Gruppenvergewaltigungen. Von „besonders abscheulichen Straftaten“ spricht die Polizei.

Am Freitag begann am Landgericht Essen der Prozess gegen fünf junge Männer, die mindestens sieben Schülerinnen (alle 16 Jahre) zum Sex gezwungen haben sollen!

Der erste Angeklagte legte ein Geständnis ab: „Ich stehe zu meinen Taten und möchte mich in aller Form entschuldigen“, ließ der Gelsenkirchener (20) über seinen Verteidiger erklären. „Ich schäme mich.“ Darüber hinaus bot er allen betroffenen Schülerinnen ein angemessenes Schmerzensgeld an.

Dieser Angeklagte versteckt sich vor den Fotografen

Dieser Angeklagte versteckt sich vor den FotografenFoto: Tim Foltin

Die Angeklagten hatten eine gemeinsame Chat-Gruppe

Die Angeklagten hatten eine gemeinsame Chat-GruppeFoto: Tim Foltin

In der 25 Seiten umfassenden Anklage spricht die Staatsanwaltschaft von sieben erzwungenen Taten zwischen August 2016 und Januar 2018.

Dazu hätten Joshua E. (20) aus Wuppertal, Gianni H. (19) aus Essen sowie die Gelsenkirchener Dean Martin L. (18), Enrico F. (24) und ein 17-Jähriger die von ihnen eingerichteten WhatsApp-Gruppen „Spinnen GE“ und „Scorpions MC 1%“ genutzt, um sich über Mädchen auszutauschen und Treffen zu planen.

Nach den Taten verhöhnten sie dort auch ihre Opfer auf ganz widerliche Art.

Der gut aussehende Dean Martin L. soll der Lockvogel der Gruppenvergewaltiger gewesen sein. Die Mädchen dachten an ein Date mit dem jungen Fußballer, plötzlich stiegen viele andere Männer ins Auto, dann ging es auf ein einsames Feld oder in ein Waldstück.

Dean Martin L. (18) betritt am Donnerstagabend in Begleitung seines Anwalts eine Polizeiwache in Gelsenkirchen, nachdem die Polizei tagelang öffentlich gefahndet hatte

Dean Martin L. (18) betrat in Begleitung seines Anwalts eine Polizeiwache in Gelsenkirchen, nachdem die Polizei tagelang öffentlich nach ihm gefahndet hatte Foto: marc vollmannshauser, Polizei

Den 16-Jährigen wurde erst das Handy weggenommen, eingekeilt zwischen den Tätern auf der Rückbank im Auto wurden sie dann zum Sex gezwungen. Man drohte ihnen, man würde sie im Wald zurückzulassen und kaputtschlagen.

„Meine Mandantin hat Schreckliches durchlebt, es geht ihr bis heute überhaupt nicht gut“, sagte ein Nebenklägervertreter am Rande des Prozessauftaktes. 

Gegen sie läuft aktuell ein Ermittlungsverfahren wegen Beihilfe zur Vergewaltigung.

Die Polizei geht davon aus, dass es noch weitere Übergriffe auf bislang nicht ermittelte Mädchen gegeben hat. Die beschuldigten Deutschen stammen aus Gelsenkirchen, Essen und Wuppertal.

Dean Martin L. auf der Polizeiwache in Gelsenkirchen, als er sich gestellt hat

Dean Martin L. auf der Polizeiwache in Gelsenkirchen, nachdem er sich gestellt hatteFoto: marc vollmannshauser

Das Landgericht hat vorerst 21 Verhandlungstage angesetzt.

Quelle: BILD

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