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Okt 29

Dringender Tatverdacht Er schnitt seiner Tochter die Kehle durch

Wird bundesweit gesucht: Sohail A. (33) soll seine Tochter (2) ermordet haben.
Foto: Ruega

Das unvorstellbar grausame Verbrechen von Neugraben-Fischbek – das ist der Vater (33), der seiner Tochter Ayesha (†2, die MOPO nannte sie am Anfang Sofia) die Kehle durchgeschnitten haben soll.

Sohail A. ist seit der Bluttat am vergangenen Montag auf der Flucht. Die Polizei sucht ihn bundesweit, allerdings wurden noch keine Fotos von dem Verdächtigen veröffentlicht. Aus dem Kreise der Familie wurden der MOPO jetzt Fotos des Tatverdächtigen zur Verfügung gestellt.

Sohail A. wollte unbedingt ein Kind. Nicht weil er Kinder so sehr liebte, sondern weil er hoffte, dass der Nachwuchs seine Zukunft verbessern würde. Seine Frau Lubna hatte bereits einen kleinen Sohn. „Er drängte sie richtig, ein gemeinsames Kind zu bekommen“, sagt ein Informant zur MOPO.

Der pakistanische Staatsangehörige glaubte, durch die Geburt eines Kindes ein Visum für Deutschland zu bekommen. Denn sein Asylantrag war schon abgelehnt worden, bevor er nach Hamburg kam. Doch auch die Hoffnung auf das Visum ging offenbar nicht auf. „Einige Tage vor der Tat wurde Sohails Antrag abgelehnt“, so der Informant.

Warum war der Vater noch in Deutschland

Blumen, Kerzen und Stofftiere liegen vor dem Tatort in Neugraben. Hier wurde Montagabend ein kleines Kind ermordet. Foto: MOPO/Schlink

Lubna A. lernt ihren Mann in Deutschland über Cousins und Cousinen kennen. Er sei ein Bekannter von ihnen gewesen und habe damals in Darmstadt gelebt. „Vor der Hochzeit verhielt er sich ganz normal. Niemand hätte gedacht, dass er irgendwann handgreiflich werden würde“, sagt der Bekannte der Familie.

Doch nach der Hochzeit zeigt Sohail A. sein wahres Gesicht. Immer wieder schlägt er seine Frau, die ihn mehrmals angezeigt haben soll. Doch nicht nur sie bekommt seine Launen zu spüren. „Lubnas Sohn wurde auch geschlagen, bekam Backpfeifen und auch ihre Familie wurde immer wieder bedroht.“

Am vergangenen Montag, am Tag der grausamen Tat, soll Sohail A. wegen der Absage für das Visum durchgedreht sein. „Er bedrohte seine Frau und wollte, dass Lubna A. all ihre Anzeigen gegen ihn zurückzieht. Er glaubte offenbar, so seine Chance auf ein Bleiberecht zu verbessern“, sagt der Informant. „Seine Frau ging dann zu ihrer Familie, um sich zu beraten. Doch sie entschieden, dass die Anzeigen nicht zurückgezogen werden.“

Als Lubna A. an diesem Tag später mit ihrem Mann telefoniert, erzählt er ihr, dass er mit der kleinen Ayesha im Zug sitze und wegfahre. Verzweifelt geht Lubna A. sofort zur Polizei. Was sie zu dieser Zeit nicht ahnt – es ist längst zu spät. Denn Ayesha sitzt nicht neben ihrem Vater im Zug. Das kleine Mädchen liegt ermordet in der Wohnung seiner Eltern. Die von der Mutter alarmierten Polizisten finden die Kinderleiche, nachdem sie die Wohnung betreten haben. Seitdem ist der tatverdächtige Vater Sohail A. untergetaucht.

Quelle: mopo

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